Beschreibung
Dieses kraftvolle und düstere Werk von Wolfgang Maria Ohlhäuser mit dem Titel „Räderwerk“ (entstanden 1988) ist eine eindringliche, visionär-surrealistische Anklage gegen Krieg, Rüstungswahn und die Vernichtung des Lebens – ein Bild, das erschreckend prophetisch und leider zeitlos aktuell wirkt.
Im Vordergrund erstreckt sich eine endlose, braun-ockerfarbene, trostlose Ebene, bevölkert von Tausenden winziger, gesichtsloser Menschenfiguren in gedeckten Erdtönen (Beige, Braun, Grau, Rosa). Sie hasten in chaotischen Massen vorwärts, teilweise kniend oder kriechend, wie in panischer Flucht oder erbarmungsloser Zwangsarbeit – ein Meer aus zerbrechlichen, entindividualisierten Körpern, das an eine stampfende, leidende Menschheit erinnert.
Darüber erhebt sich monumental eine riesige, industrielle Walzen- und Zylinderanlage aus metallisch-grauen, gerippten Öltanks oder Silos, die wie gigantische Zahnräder oder Mahlwerke aneinandergereiht sind. Diese monströse „Menschenmühle“ dominiert die Mitte des Bildes und wirkt wie ein unbarmherziges Räderwerk der Zerstörung.
Oben rechts, in bedrohlicher Pose, hockt ein skelettartiges, apokalyptisches Gespenst – eine hagere, knöcherne Kreatur mit Gasmaske und Helm, fast wie ein Todesengel oder ein verseuchter Krieger. Es schwingt eine lange, waagerechte Peitsche oder Balken (ein mächtiger Holzstab), der als Achse über den Zylindern liegt und diese antreibt. Die Peitsche schwingt in einem leuchtenden, fast energetischen Bogen, als würde das Gespenst die gesamte Maschinerie mit grausamer Kraft in Bewegung halten.
Der Himmel ist tief und dramatisch: ein Übergang von kaltem Blau über Grau zu warmen, giftig-gelblichen Abendtönen – eine Atmosphäre von Bedrohung, Rauch und Untergang.
Die Maltechnik (Eitempera mit Harzöl-Lasuren) verleiht dem Bild eine beklemmende Realität und Plastizität: Jede Figur ist filigran ausgearbeitet, die metallischen Oberflächen schimmern kühl, die Menschenmassen wirken lebendig und doch entmenschlicht. Die Farbpalette ist bewusst erdend und beklemmend – kaum reine Farben, stattdessen gedämpfte, schmutzige Töne, die das Grauen unterstreichen.
Ideal für Sammler visionärer, gesellschaftskritischer Kunst, Liebhaber von magischem Realismus mit politischer Schärfe (verwandt mit Otto Dix, George Grosz, Hieronymus Bosch oder zeitgenössischer dystopischer Malerei). Ein Werk, das nicht nur dekorativ ist, sondern zum Nachdenken zwingt – perfekt für Räume mit Anspruch an Tiefe, als Mahnung gegen Krieg und Zerstörung oder als starker Statement in modernen, anspruchsvollen Interieurs.
Hochwertiger Kunstdruck (Format ca. 50 × 100 cm), autorisiert und signiert vom Künstler – ein zeitloses, verstörend schönes Meisterwerk, das unter die Haut geht.







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